Mai 2010
Ikea wechselt Vorstand in Rumänien komplett aus
Der schwedische Möbelhändler Ikea hat den Vorstand seines einzigen Geschäfts in Rumänien komplett umgekrempelt. Vorstandsvorsitzender ist der Deutsche Hans Heinrich Schäfer, der Ikea Slowenien geleitet hat. Ihm stehen der Österreicher Rudolf Stroissing (Ikea Bratislava) und der Schwede Henrik Olshov von Ikea Schweden zur Seite. Des Weiteren wurden noch der Deutsche Georg Platzer und der Rumäne Cornel Oprisan als Geschäftsführer bestellt. Oprisan managte den Markteintritt von Ikea in Rumänien. Das Möbelhaus erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 83,2 Millionen Euro, um 6 Prozent weniger als im Vorjahr. Dafür aber schnellte der Reingewinn um 46 Prozent nach oben, von 3,9 Millionen Euro auf 5,7 Millionen Euro. Ikea hat Anfang dieses Jahres die Geschäfte des Ladens in Baneasa, nördlich von Bukarest, übernommen. Den Markt gibt es seit 2007.
April 2010
Kika verzeichnete 2009 einen Umsatz von 16 Mio. Euro
Der österreichische Möbelhändler kika hat im vergangenen Jahr 16 Millionen Euro Umsatz verzeichnet. 2009 war das erste volle Geschäftsjahr der Österreicher in Rumänien. Der bislang einzige kika-Laden wurde im Dezember 2008 eröffnet, 2011 könnten weitere zwei Läden in der Hafenstadt Constan?a und der Hauptstadt Bukarest folgen. In den Bau des ersten Ladens wurden rd. 30 Millionen Euro investiert. Derzeit beschäftigt kika etwas mehr als 100 Mitarbeiter in Rumänien. Kika-Chef Lars Lund sieht in diesem Jahr den Möbelmarkt im leichten Aufwind. Schätzungen zufolge betrug der Absatzrückgang im vergangenen Jahr 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2008 lag der rumänische Möbelmarkt bei etwa 1,13 Milliarden Euro, im Jahr darauf schrumpfte er auf 960 Millionen Euro.
März 2010
Rumänischer Möbelmarkt könnte 2010 um 5 Prozent schrumpfen
Der rumänische Möbelmarkt könnte 2010 um 5 Prozent schrumpfen (in Bezug auf die Verkaufsmengen). Schätzungen zufolge betrug der Rückgang im Jahr zuvor 15 Prozent. Nun soll in diesem Jahr unter anderem eine bessere Kostenkontrolle die Gewinnmargen erhöhen, aber auch Übernahmen von Fabriken mit Problemen werden nicht ausgeschlossen. Dan Sucu, Inhaber der Mobexpert-Gruppe, Rumäniens größtem Möbelhersteller, erwartet ein noch schwierigeres Jahr im Vergleich zum ohnehin nicht leichten Vorjahr. Der rumänische Möbelmarkt lag 2008 bei etwa 1,13 Milliarden Euro, im Jahr darauf schrumpfte der Markt auf 960 Millionen Euro und dürfte im laufenden Jahr weiter auf 910 Millionen Euro zurückfallen. Der Bauboom der vergangenen Jahre hatte auch den Möbelmarkt - vor allem in den Bereichen Wohn- und Büromöbel - kräftig unterstützt.
Februar 2010
EU-Gelder für Unternehmen
Entgegen zahlreicher Klagen kleiner und mittelständischer Unternehmen über mangelnde Finanzierung schaffte es ein Unternehmen aus dem Landkreis Covasna, EU-Fördermittel anzuzapfen. Der Holzverarbeiter Fortunaforest hat Medienberichten zufolge die Zusage für mehr als 400.000 Euro aus dem Fördertopf "Operationelles Sektorielles Programm zur Erhöhung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit" erhalten. Damit sollen Maschinen für die Holzverarbeitung erworben werden. Da das Unternehmen die Finanzierung bis zum Eintreffen der EU-Gelder aus eigenen Kräften überbrücken muss, wurde auf eine Vorfinanzierung von 35 Prozent zugegriffen. Das Unternehmen beschäftigt 50 Mitarbeiter und schaffte 2008 einen Umsatz von 920.000 Euro.
Januar 2010
Holzindustrie immer fester in österreichischer Hand
Die österreichische Herrschaft am rumänischen Holzmarkt wird immer stärker, vor allem auch weil Holzindustrie Schweighofer, Kronospan und Egger ihre Ausbaupläne 2009 konstant durchgeführt haben. Das Trio schloss Investitionen über mehr als 220 Millionen Euro ab, allein Holzindustrie Schweighofer kaufte im vergangenen Jahr zwei Fabriken auf. Egger stockte seinen Personalbestand um 270 Mitarbeiter, die vor allem im neu eröffneten Spanplatten-Werk in Brasov tätig sein werden. Dennoch haben es die österreichischen Investoren nicht leicht in dem vom ehemaligen Monopolisten (immer noch) beherrschten Markt. Romsilva ist mit 312 Millionen Euro Umsatz und knapp 21.000 Mitarbeitern (2008) immer noch Platzhirsch, doch die österreichischen Holzverarbeiter holen stark auf. Kronospan beschäftigt etwa 500 Mitarbeiter und schaffte 2008 einen Umsatz von knapp 200 Millionen Euro; Schweighofer schaffte mit knapp 900 Mitarbeitern etwa 150 Millionen Euro Umsatz; Egger schließlich mit fast 400 Angestellten knapp 70 Millionen Euro.