Mai 2010
Happy Tour kauft Online-Flugticketshop
Der spanische Investmentfonds GED, Inhaber des Reiseveranstalters Happy Tour, hat für schätzungsweise eine halbe Million Euro den Internet-Flugticketverkäufer Paravion.ro gekauft. Happy Tour bekam die Wirtschaftskrise voll zu spüren: der Umsatz fiel um 42 Prozent auf 29 Millionen Euro. Die Spanier sind nicht die einzigen, die sich für rumänische Internet-Dienstleister interessieren: Anfang April kauften polnische Investoren den rumänischen Anbieter des Reiseportals turismguide.ro. GED ist noch an der Druckerei Infopress, dem Diagnose-Labor Diamedix, dem Anbieter von Energiespar-Produkten Total Energy Business, der Wachgesellschaft Rosegur und dem Mobilfunk-Anbieter Fonomat beteiligt.
April 2010
Polen kaufen rumänisches Internet-Reiseportal
Der polnische E-Commerce-Anbieter Netmedia.pl vertraut offenbar auf das Potenzial des rumänischen Online-Marktes für Reisebuchungen. Die Polen kauften Anfang April den rumänischen Anbieter eines Reiseportals (www.turismguide.ro) zu, mit 375.000 neuen Besuchern im vergangenen März eine der meistbesuchten Internetseiten in Rumänien. Die Internetseite wurde 2003 gegründet, ursprünglich um Hotels und Gaststätten im rumänischen Prahova-Tal zu bewerben. Daraus entwickelte sich ein Portal, das heute landesweite Angebote präsentiert und über ein eigenes Buchungssystem verfügt. Netmedia zahlte für die Beteiligung angeblich 160.000 Euro in Form einer Stammkapitalaufstockung.
März 2010
Niki Lauda verbindet Bukarest und Wien über eigene Fluggesellschaft
Elf Mal hat Ex-Formel-1-Rennfahrer Niki Lauda FlyNiki-Jets zwischen Wien und Bukarest seit Anfang Februar schon selber geflogen. Nebst dem vierfachen Formel-1-Weltmeister Alain Prost, der für die Renault-Tochter Dacia in Bukarest im März die Werbetrommel rührte, war mit Niki Lauda bereits eine zweite Formel-1-Ikone auf Besuch in Bukarest. Laudas Auftritt war allerdings eigennützig, er diente zur Markteinführung seiner neuen Low-Cost-Fluggesellschaft Niki Luftfahrt GmbH. Mit 49 Prozent ist Air Berlin an der Gesellschaft beteiligt. Seit Anfang Februar wird täglich zwischen Bukarest und Wien geflogen, ab kommendem Jahr soll die Verbindung auf zwei Flüge täglich ausgebaut werden. Weitere Flugziele in Rumänien sind auch nicht ausgeschlossen.
Februar 2010
Rumänen mögen Österreich
Rumänen hätten laut einer Erhebung der Wien Tourismus im vergangenen Jahr 272.000 Übernachtungen in der Donaumetropole gebucht. Dabei haben sie fast 10 Millionen Euro ausgegeben und liegen im internationalen Vergleich auf Platz zehn der spendabelsten Touristen. Allerdings ist die Zahl der Buchungen im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent rückläufig. Deswegen will der Tourismusverband der Stadt Wien in diesem Jahr nicht nur verstärkt für die Stadt werben (das Werbebudget beträgt angeblich 14 Millionen Euro), auch eine Kooperation mit der staatlichen Austrian Airlines AUA steht auf dem Plan: AUA will Touristen mit größeren Flugzeugen und günstigeren Tarifen an die Donau locken. Auch sonst ist Österreich ein beliebtes Reiseziel der Rumänen, vor allem im Winter. Günstige Preise und bester Service überzeugen. Gegen das letzte Argument scheint nun der rumänische Arbeitnehmerverband Cartel Alfa entschieden ankämpfen zu wollen. Zwischen März und November 2010 sollen etwa 1000 Manager aus dem Gastgewerbe mit EU-Geldern (insgesamt 5 Millionen Euro) auf besten Service geschult werden.
Januar 2010
Reiseveranstalter rechnen 2010 mit Stagnation der Preise
Nach einem Umsatzeinbruch um 20 Prozent im vergangenen Jahr - hauptsächlich wegen Preisrückgängen - erwarten Reiseveranstalter in diesem Jahr ein Wachstum um 5 bis 10 Prozent. In diesem Jahr dürften die Preise erst einmal einfrieren und die Nachfrage für Angebote in Griechenland, der Türkei und Bulgarien anziehen, so die Erwartungen der Veranstalter. Im vergangenen Jahr setzten die Reiseunternehmen, die Mitglied im rumänischen Verband der Reiseveranstalter sind, 1,2 Millionen Pakete für Auslandsreisen und etwa 3 Millionen Pakete für Inlandsreisende ab. Hauptziel der Winterreisenden war Österreich.