Mai 2010
Leasingmarkt schrumpft auch im ersten Quartal 2010
Der rumänische Leasingmarkt ist im ersten Quartal um 32 Prozent geschrumpft, dies teilte der Verband der Finanzinstitutionen ALB mit. Der Wert der finanzierten Güter belief sich auf 242,7 Millionen Euro. Den Löwenanteil machen weiterhin Kfz-Leasingverträge aus mit einem Volumen von 141,5 Millionen Euro und einem Rückgang von 36 Prozent. Der Markt für Anlagen-Leasing ist um 61 Prozent auf 35 Millionen Euro geschrumpft. Gestiegen ist allerdings der Bereich Immobilien-Leasing, um 43 Prozent auf 66,2 Millionen Euro. Hauptursache dafür war ein Anstieg der so genannten Rückmietverkauf-Verträge. Im vergangenen Jahr ging der Leasingmarkt um 72 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro zurück.
April 2010
Kartellamt bestraft Banken
Das rumänische Kartellamt (rum. Consiliul Concurentei) hat eine Ermittlung wegen möglicher Zinsabsprache zwischen Handelsbanken im Oktober 2008 abgeschlossen. Zwei Banken sollen dabei für schuldig befunden worden sein. Der rumänische Ableger der österreichischen Raiffeisenbank muss umgerechnet 3,4 Millionen Euro Strafe zahlen. Die Strafe bezieht sich allerdings nicht auf eine mögliche Absprache mit anderen Banken, sondern auf die Lieferung "ungenauer" Informationen im Rahmen der Untersuchungen. Die zweite Bank war bis Redaktionsschluss noch nicht bekannt. Die Bank werde die Strafe juristisch anfechten, hieß es. 2008 wurde die rumänische Société-Générale-Tochter BRD mit 5 Millionen Euro bestraft, weil sie in derselben Sache den Zugang zu Informationen erschwert hätte. Die Anfechtung liegt derzeit beim Verfassungsgericht.
März 2010
Dienstleistungssektor verbucht Umsatzplus im Januar
Der rumänische Dienstleistungssektor verzeichnete im vergangenen Januar ein Umsatzplus von 7,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wie das rumänische Statistikamt INS mitteilte, sei vor allem der Umsatz der Reiseveranstalter gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat verbuchten die Dienstleister im Januar dieses Jahres ein Umsatzplus von 4,9 Prozent. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Dienstleistungssektor einen Umsatzeinbruch von 15,8 Prozent gegenüber 2008.
Februar 2010
Rumänischer Versicherungsmarkt im Wandel
Der rumänische Markt für Kranken- und Lebensversicherungen ist in Bewegung geraten. Während der französische Versicherungskonzern Axa seit seiner Übernahme der Lebensversicherungssparte Omniasig Asigurari de Viata von der österreichischen Vienna Insurance Group VIG auf dem Markt ist, gibt es beim rumänischen Ableger des deutschen Kranken- und Lebensversicherers Signal Iduna einen Strategiewechsel. Deutschlands viertgrößtes Versicherungsunternehmen will sich in Rumänien anscheinend verkleinern. Hatte der Versicherer im Juni vergangenen Jahres sein Stammkapital von 5,2 auf 8,3 Millionen Euro aufgestockt und noch im Dezember verkündet, 200 Verkäufer anstellen zu wollen, so rudert das Unternehmen nun zurück. Die Geschäftsführerin warf daraufhin das Handtuch, während das Unternehmen erklärte, weiter zu seinem Rumänien-Engagement zu stehen. Allein bei den Lebensversicherungen erwarten die Anbieter in diesem Jahr einen Anstieg um bis zu 10 Prozent. 2009 wurde kein Anstieg verzeichnet, insgesamt liegen mehr als 60.000 Anträge auf Kündigung der Lebensversicherungen aufgrund der schwierigen Finanzlage mancher Kunden vor.
Januar 2010
Deutsche Bank bereitet Markteintritt vor in der zweiten Jahreshälfte
Deutschlands größtes Bankhaus, die Deutsche Bank, könnte in der zweiten Jahreshälfte 2010 ihre Geschäftstätigkeit in Rumänien aufnehmen. Radu Zaciu, Vertreter der Deutschen Bank in Rumänien, hat im Laufe des Januars diesbezüglich Gespräche in Frankfurt/Main mit der Konzernleitung geführt, wie rumänische Medien berichten. Angedacht sind Finanzdienstleistungen für deutsche Unternehmen, die Deutsche Bank unterhält ein Büro in Rumänien seit 1998. Damals schon bereitete man den Markteintritt in Rumänien vor, doch die damalige Wirtschaftskrise vereitelte die Pläne. Auch der Versuch, über Zukäufe nach Rumänien zu kommen, scheiterte: Den Zuschlag für BCR erhielte die mitwerbende Erste Group Bank AG.