Mai 2010
Investitionen in die Infrastruktur - ein Rückblick
Die letzten drei Verkehrsminister Rumäniens hatten in der Zeit zwischen 2005 und 2009 insgesamt 12,8 Milliarden Euro zur Verfügung. 7,2 Milliarden Euro wurden in der besagten Zeit in die rumänische Verkehrsinfrastruktur investiert. Das Ergebnis ist ziemlich dürftig: 109 Kilometer Autobahn wurden gebaut, 124 Kilometer Ringstraßen und 812 Kilometer Wege repariert. Das entspricht 5 Prozent des gesamten rumänischen Straßennetzes. Dasselbe gilt für das Schienennetz von aktuell 10.784 Kilometern. Ganze 38 Kilometer Schienen wurden elektrifiziert, 540 Kilometer wurden repariert. Einer Studie des in Brüssel ansässigen Verbandes europäischer Schienenverkehrs- und Infrastruktur-Unternehmen CER zufolge hat Rumänien 2006 gerade mal 147 Euro je Schienen-Kilometer ins bestehende Netz investiert. Damit belegt das Land einen unrühmlichen letzten Platz im EU-Vergleich.
April 2010
Verluste wegen Vulkanausbruch
Die Flugausfälle durch den Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull auf Island brachten der rumänischen Flug-Industrie insgesamt etwa 7 Millionen Euro Verluste ein. Wie das zuständige Verkehrsministerium mitteilte, muss die staatliche Fluggesellschaft Tarom etwa 4 Millionen Euro Verluste verbuchen. Der Flugsicherung Romatsa entstanden weitere 1,2 Millionen Euro Verluste. Die beiden Bukarester Flughäfen verloren etwa 1,3 Millionen Euro. Schließlich würden die Verluste der übrigen rumänischen Flughäfen bei etwa 1 Million Euro liegen. Die Verluste entstanden durch das allgemeine Flugverbot, das vom 16. bis zum 20. April galt.
März 2010
Teuerste Ausschreibung des Verkehrsministeriums 2010
Am 19. Mai d.J. endet die Frist der Angebotsabgabe für die bislang teuerste Ausschreibung des rumänischen Verkehrsministeriums in diesem Jahr. Es handelt sich um den Ausbau der Ringstraße Deva-Orastie zur Autobahn. Kostenpunkt: 253 Millionen Euro. Der Abschnitt ist Teil der Autobahn Constanta-Nadlac, die quer von Osten nach Westen durch ganz Rumänien führen wird. Für den Abschnitt wurde 2006 die erste Ausschreibung organisiert, die aber aus "technischen Gründen" abgesagt wurde. Seitdem gab es mehrere erfolglose Ausschreibungen. Zuletzt hätte der Auftrag im vergangenen Oktober vergeben werden müssen, die Ausschreibung wurde aber angefochten. Ursprünglich sollte das Projekt 130 Millionen Euro kosten. Finanziert wird der Bau aus EU-Fonds mit rumänischer staatlicher Beteiligung.
Februar 2010
Kein Geld für Straßenbau
Der rumänische Staat hat bereits im Februar kein Geld mehr für den Straßenbau. Wie der Verkehrsminister Radu Berceanu bekannt gab, seien die für Wartungen bereitgestellten Fonds durch den niederschlagreichen Winter um das Vierfache überzogen worden. Es fehle das Geld für Reparaturen. Für den Bau von Autobahnen seien 2010 lediglich 350 Millionen Euro anberaumt gewesen. Allein für den Bau der 2010 geplanten Abschnitte der Transsilvanien-Autobahn braucht der US-Baukonzern Bechtel aber 380 Millionen Euro. Für 2010 sind dort nur noch etwa 50 Kilometer Autobahn geplant statt der ursprünglich vorgesehenen 100 Kilometer und der Fertigstellung bzw. des Ausbaus von mehreren Ringstraßen.
Januar 2010
Rumänische Warentransporteure erwarten Wachstum 2010
Der rumänische Fachverband der Warentransporteure UNTRR erwartet 2010 ein Wachstum von 6 Prozent beim Warentransport auf Straßen, auf ein Volumen von mehr als 2 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr ging der Warentransport auf Straßen um 1 Milliarde Euro zurück, das entsprach einem Einbruch um 35 Prozent gegenüber 2008. Dabei stützt der Fachverband seinen Optimismus auf ein Comeback zweier, im Vorjahr am stärksten betroffenen Bereiche: dem Lebensmittel- und dem Treibstofftransport. Seitens der Automobil-, Maschinen- und Baustofftransporte sei kein Comeback zu erwarten, hieß es. Die bereits seit mehreren Jahren laufende Konsolidierung am Markt werde auch 2010 fortgeführt werden.