Land- und Forstwirtschaft, Nahrungsmittel

Mai 2010


Konsum von Mineralwasser rückläufig
In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden 7 Prozent weniger Mineralwasser abgefüllt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dies teilte der rumänische Verband für Mineralwasser SNAM mit. Der Rückgang im ersten Quartal entspricht dem Rückgang des gesamten vergangenen Jahres, als wegen der Wirtschaftskrise und dem kühlen Sommer der Konsum zurückging. 2009 lag der jährliche Pro-Kopf-Konsum bei 55 Litern Mineralwasser, im Jahr zuvor hatte er den vorläufigen Spitzenwert von 60 Litern erreicht.

 


April 2010


Ausländer investieren verstärkt in Ackerland und Forst
Rumänischer Boden wird immer interessanter für ausländische Investoren. Gerald Schweighofer, Inhaber des gleichnamigen Holzbetriebs mit vier Fabriken in Rumänien, hat über eine seiner Firmen, die Agraria Nord, 5000 Hektar Acker gekauft. Neben Weizen, Mais, Zuckerrüben und Soja sollen auch Pappeln und Weiden angebaut werden - für Biomasse. Wegen hoher Renditen (in Deutschland steuerfrei) erfreut sich der Waldfonds des Hamburger Finanzdienstleisters Nordcapital bereits seiner zweiten Ausgabe. Der Waldfonds 2 mit seiner 12-jährigen Laufzeit bietet durchschnittliche Auszahlungen von 4 Prozent p.a. Das zur Fuldaer Unternehmensgruppe Aton gehörende Aton Transilvania hält und verwaltet insgesamt 20.000 Hektar Acker. Der Großteil der landwirtschaftlichen Produktion wird exportiert.

 


März 2010


Smithfield-Tochter fusioniert mit Caroli Foods
Zwei der größten Fleischverarbeiter Rumäniens, Caroli Foods Group und Campofrio Food Group, haben Anfang März die Gründung eines Joint Venture bekannt gegeben. Somit würde der größte Fleischverarbeiter mit einem Jahresumsatz von mehr als 120 Millionen Euro und einem Marktanteil von 16 Prozent geschaffen. Dabei wird das neue Unternehmen unter dem Namen Caroli Foods Group weiter bestehen, der Namensgeber wird 51 Prozent der Anteile halten und den Vorstandsvorsitzenden stellen. Hauptmarkt des neuen Lebensmittelherstellers würde Rumänien bleiben, doch plane man gemeinsam, in Südosteuropa zu expandieren. An dem spanischen Mutterkonzern Campofrio Food Group ist der US-Lebensmittelkonzern Smithfield mit mehr als einem Drittel beteiligt. Dem Joint Venture muss allerdings noch das rumänische Wettbewerbsamt zustimmen.

 


Februar 2010


Fast-Food-Steuer entzweit Gemüter
Ein sehr gutes Beispiel für unausgereiftes Gedankengut ist die vom rumänischen Gesundheitsministerium vorgeschlagene sogenannte "Fast-Food-Steuer". Attile Cseke, der zuständige Minister, wollte dem ungesunden Verzehr von Fast Food einen Riegel vorschieben, so seine Begründung. Der Fachverband Rom-alimenta lief dagegen Sturm, mehrere Lebensmittelklassen würden deswegen Teuerungen von 20 bis 30 Prozent hinnehmen müssen. Das würde den Absatz drücken und Arbeitslosigkeit wäre die Folge. Bereits jetzt würde diese 6 Prozent betragen. Von den rund 190.000 Mitarbeitern der Lebensmittelbranche dürften deswegen bis zu 20 Prozent dieses Jahr ihre Jobs verlieren. Allerdings hat das Gesundheitsministerium bislang nicht klar definiert, welche Produkte zusätzlich besteuert werden sollen. Pizza und die rumänische Kebab-Variante sollen jedenfalls nicht auf der Liste stehen.

 


Januar 2010


In der Landwirtschaft werden die meisten Neugründungen verzeichnet
In Rumänien wurden im vergangenen Jahr mehr als 13.500 Unternehmen mit Tätigkeit in der Landwirtschaft gegründet, das entspricht einem Zuwachs von 140 Prozent zum Vorjahr. Somit ist dieser Wirtschaftszweig jener mit der höchsten Gründungsrate gewesen und einer von beiden, die überhaupt Zuwächse erfuhren (der andere ist der Energiesektor mit einem Zuwachs von 3 Prozent). Die Erklärung liegt in den rund 8 Milliarden Euro, die Rumänien als Fonds für die Landwirtschaft bis 2013 von der EU zustehen, und die viel leichter mit Gewerbeschein angezapft werden können. Ackerbau wird in Rumänien derzeit zu 55 Prozent von Gewerbetreibenden und zu 45 Prozent von Privatpersonen betrieben. Als Fonds-Antragssteller haben sie zwar beide dieselben Rechte, bessere Chancen EU-Gelder zu bekommen aber haben eingetragene Gewerbetreibende. Das Programm für ländliche Entwicklung PNDR hat im vergangenen Jahr rund 22.000 Finanzierungsanträge erhalten, 10.000 davon waren Investitionsvorhaben. Bislang wurde 9000 Anträgen stattgegeben.